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Mobile Zahlungen im Jahr 2017 und Sicherheitsbedenken

Die Smartphones haben sich zum allgegenwärtigen Zahlungsmittel entwickelt, das die Verbraucher auffordert, ihre Ledergeldbörsen gegen mobile zu tauschen. Die Smartphones, die 44 Prozent der Weltbevölkerung besitzt, werden laut Statista bis 2020 knapp 80 Prozent der Menschen auf der Erde benutzen.

Das überrascht nicht, denn in den letzten fünf Jahren ist das Interesse der Händler an der Unterstützung von mobilen Verkaufskanälen enorm gestiegen. Laut Umfrage 2017 Mobile Payments and Fraud Survey ergibt sich, dass der Prozentsatz der Händler, die eine aktive Unterstützung geben, von 54 auf fast 80 Prozent gestiegen ist.

Laut Daten, die im Rahmen der Forrester Research erfasst wurden, wird sich der europäische Markt der mobilen Zahlungen in den nächsten Jahren fast verdreifachen, indem eine Steigerung von $58 Milliarden im Jahr 2015 auf $165 Milliarden bis 2021 zu erwarten ist. Dieses Wachstum ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen, wie beispielsweise auf die Proliferation von Smartphones und anderen mobilen Geräten für die mobilen Zahlungen, das Interesse an und die Investition der Einzelhändler in Lösungen für die mobilen Zahlungen wie auch auf das erhöhte Verbraucherbewusstsein und die Vertrautheit im Hinblick auf die Möglichkeiten der mobilen Zahlungen und ihre Bequemlichkeit.

Die Fall für digitale Geldbörsen

Im Jahr 2017 ist der Konsum via mobile Kanäle um 32% Prozent gestiegen und es wurde erwartet, dass die mittels mobiler Geldbörsen abgewickelten Einkäufe bis zum Jahresende $1,35 Billion überschreiten werden. Das Verbraucherbewusstsein beeinflusst wesentlich die größere Akzeptanz der mobilen Zahlungen. Dank des Markteintritts von Riesen wie Apple und Google und der großen Werbekampagnen seitens Unternehmen, wie z.B. PayPal oder Samsung, haben die Verbraucher eine bessere Möglichkeit bekommen, die alternativen Zahlungsmethoden, wie z. B. die digitalen Geldbörsen, zu erkennen und zu nutzen.

Im Rahmen der  MasterCard Untersuchung Anfang des Jahres wurden 3,5 Millionen Gespräche auf den sozialen Netzwerken analysiert, wobei festgelegt wurde, dass die digitalen Geldbörsen in 75% der verfolgten Gespräche über die neuen Zahlungswege angesprochen wurden.

Die MasterCard Untersuchung hat auch ergeben, dass die Menschen über die Smartphones als Zahlungsmethode hinaus denken, wobei die Wearables für Zahlungen, die größte Erregung in den Social Media unter den neuen Technologien wecken, gefolgt von IoT und Smart Assistants.

Birgt der mobile Kanal ein höheres Risiko?

Der Betrug im Zahlungsverkehr ist dynamisch und schnell und das besonders im mobilen Kanal. 40 Prozent der Händler wurden mit dem Betrug via diesen Kanal doppelt so viel als im Vorjahr konfrontiert, zeigt die Untersuchung 2017 Mobile Payments and Fraud Survey.

Die Sicherheit in den mobilen Zahlungssystemen ist noch eines der größten Hindernisse für einen breiteren Einsatz von mobilen Zahlungen. Viele Risiken hinsichtlich der mobilen Zahlungen stecken jedoch darin, wie die Verbraucher sie nutzen. Der Bericht von Pew Research Center hat ergeben, dass fast 28% der Smartphone-Nutzer die einfachste Sache nicht tun – keinen Sperrbildschirm auf ihren Telefonen nutzen. Der Bericht von Gemalto Building Trust in Mobile Apps zeigt auch, dass die Nutzer noch immer vom Bedarf nach Wachsamkeit überzeugt sind, wenn es um die mobile Nutzung geht. Überraschenderweise denken nur 53% der Menschen, dass sie ein PIN oder ein Passwort schützt. Nur knapp über einem Drittel schätzt die Zwei-Faktor-Authentifizierung und nur 42 Prozent sind der Auffassung, dass die Verschlüsselung hilfreich wäre.

Die meisten Verbraucher denken allerdings, dass die Unternehmen für den Schutz und die Geheimhaltung von Verbraucherdaten verantwortlich sind. Der Bericht vom Transaction Network Services (TNS) zeigt, dass 38 Prozent der Befragten glaubt, dass ihre persönlichen Daten schon gefährdet wurden.

Wenn wir uns die Daten anschauen, die im Rahmen der Untersuchung Crown Records Management Survey erfasst wurden, wirken solche Bedenken nicht so absurd. Censuswide hat 408 IT-Entscheidungsträger der in Großbritannien ansässigen Unternehmen mit zwischen 100 und 1.000 Mitarbeitern befragt, und hat festgestellt, dass fast einer von drei IT-Mitarbeitern die Verstöße geheim hält, indem er sie nicht meldet. Die erfolgreichen Cyberangriffe auf große Unternehmen, wie z.B. die berüchtigte massive Datenschutzverletzung bei Uber – aus dem Oktober 2016 – und die mehr als ein Jahr nach dem Vorfall offengelegt wurde, verstärken nur das Misstrauen und die paranoischen Bedenken.

Die Verbraucher haben die eindeutige Entscheidung getroffen, bereit zu sein, Risiken einzugehen, wenn es sich um ihre Sicherheit geht. Wenn jedoch etwas schiefgeht, schieben sie die Schuld auf das Unternehmen.

Jason Hart, Gemalto

Im Zeitalter, wo die Informationen ein kostbares Gut sind, tragen alle die Verantwortung für den Datenschutz. Die bevorstehende EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bildet eine Grundlage für die Übernahme der Verantwortung hinsichtlich der Behandlung von persönlichen Daten europäischer Bürger. Ab Mai 2018, wenn die DSGVO in Kraft tritt, werden die Unternehmen weltweit mit starken Geldstrafen bei der Verletzung der Datensicherheit rechnen müssen. Die DSGVO bringt mit sich eine neue Reihe von „digitalen Rechten” für die EU-Bürger im Zeitalter, wo der wirtschaftliche Wert von persönlichen Daten in der digitalen Wirtschaft steigt.

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