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Die Rate der mit Geldautomaten verbundenen Kriminalfälle sinkt um 26 %

Im European ATM Crime Report, der das ganze Jahr 2014 abdeckt, hat EAST (European ATM Security Team) berichtet, dass Betrugsfälle an Geldautomaten im Vergleich zu 2013 um 26 % gesunken sind, obwohl die damit verbundenen Verluste um 13 % gestiegen sind

EAST meldete einen 26%-igen Rückgang der Betrugsfälle an Geldautomaten von 21.346 im Jahr 2013 auf 15.702 im Jahr 2014. Dieser Rückgang wurde vor allem durch die Reduzierung der Transaction Reversal Fraud (TRF)-Angriffe um 95 % und die der Cash Trapping-Angriffe um 31 % angetrieben. Es wurden 5.631 Karten-Skimming-Vorfälle gemeldet, 3 % weniger als die 5.822 im Jahr 2013. Card-Trapping-Vorfälle sind in der gleichen Zeit um 2 % gesunken (von 5.394 auf 5.298). Die auf diese Weise erworbenen Karten können in der EMV-Umgebung verwendet werden (falls auch die Geheimzahl enthüllt wurde).

Die mit den Betrugsfällen an Geldautomaten verbundenen Verluste sind im Vergleich mit 2013 um 13 % gestiegen (von € 248 auf € 280 Mio.). Dieser Anstieg wurde weitgehend von einem 18-prozentigen Anstieg internationaler Skimming-Verluste angetrieben (von € 201 Mio. auf € 238 Mio.). Die Mehrheit solcher Verluste wurde in den USA und in der Region Asien-Pazifik gemeldet. Inländische Skimming-Verluste sind in der gleichen Periode um 9 % gesunken.

Lachlan Gunn, der Geschäftsführer von EAST erklärte: „Der Anstieg von internationalen Skimming-Verlusten wurde nicht in europäischen Ländern beobachtet, in denen regionale Kartensperren, oft Geo-Blocking genannt, weitgehend eingeführt wurden. Die Beibehaltung eines aktiven Magnetstreifens auf den europäischen EMV-Karten macht diese weiterhin für Karten-Skimming anfällig, während Geo-Blocking das Risiko eines erfolgreichen Angriffs deutlich reduziert.”

Die mit Geldautomaten verbundenen physikalischen Angriffe sind im Vergleich zu 2013 um 6 % gesunken (von 2.102 auf 1.980 Vorfälle). Das kann zum Teil durch eine 11 %-ige Reduzierung von gemeldeten Angriffen mit festen Sprengstoffen und explosiven Gasen erklärt werden. 619 solcher Angriffe wurden gemeldet, im Vergleich zu 696 im Jahr 2013. Neun Länder haben solche Angriffe gemeldet, davon fünf Länder mit über 40.000 installierten Geldautomaten.

Die mit den physikalischen Betrugsfällen an Geldautomaten verbundenen Verluste sind um 17 % auf € 27 Mio. gestiegen (von € 23 im Jahr 2013). Der durchschnittliche Verlust bei einem Rammeinbruch / Geldautomateneinbruch lag bei € 25.640 pro Vorfall, im Vergleich zu € 11.393 im Jahr 2013. Während ca. 40 % solcher Angriffe nicht zu einem Bargeldverlust führen, können Begleitschäden an Einrichtungen und Gebäuden erheblich sein.

2014 hat EAST angefangen, Statistiken für Geldautomaten-Malware zu sammeln, nachdem die ersten Vorfälle in Westeuropa gemeldet wurden. Das waren „Cash Out” oder „Jackpotting”-Angriffe. 2014 wurden 51 solcher Angriffe mit Verlusten im Wert von € 1,23 Mio. gemeldet.

Quelle: www.paymentscardsandmobile.com

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